24 Stunden Filmmarathon

filmmarathon-im-kino24 Stunden ohne Schlaf, man stellt es sich im ersten Moment immer etwas einfach vor, will man es dann jedoch selbst machen, so muss man am eigenen Leib spüren, wie schwierig es ist, sich wach zu halten. Dieser Tatsache war sich Psychologe Krug durchaus bewusst und startete auf einer Messe für Psychologie und Pädagogik einen kleinen Wettbewerb. Bei diesem Wettstreich konnte sich jeder beliebige Besucher anmelden, das heißt der Psychologe hatte sich keinen bestimmten Typ von Mensch für seine Wetten ausgesucht.

Nachdem er 20 Leute zusammen hatte, wettete er mit Ihnen, dass sie es nicht schaffen würden, 24 Stunden wach zu bleiben. Die Beschäftigung, die er Ihnen in diesen 24 Stunden geben würde, wäre ein Filmmarathon, den sie zu absolvieren hätten. Sobald ein Film zu Ende ist müsse jeder Teilnehmer gewisse Fragen zum Film beantworten. So kann nachgeprüft werden, ob die Probanden auch wirklich die komplette Zeit wach gewesen sind. Behauptet nämlich beispielsweise ein Teilnehmer, die ganze Zeit wach gewesen zu sein, kann aber einen verlangten Prozentsatz an Fragen nicht richtig beantworten, so hat er das Experiment ebenfalls nicht bestanden.

Was die Probanden allerdings vorher nicht wussten war die Tatsache, dass Psychologe Krug absichtlich Filme verwendete, die zunächst Energie rauben und anschließend Filme zeigte, die besonders langatmig und in Folge dessen ermüdend gewesen waren. Zudem wurde die Filme über eine große Faltwand ausgestrahlt, die er am Messestand angebracht hat, sodass auch die vorbeigehenden Besucher dem Experiment folgen konnten.

Letztendlich hat er gewonnen, denn keiner der Teilnehmer schaffte es den Filmen 24 Stunden am Stück zu Folgen und die geforderten Fragen richtig zu beantworten. Was ihm zusätzlich gelungen ist, war es, das Interesse der Besucher zu wecken. Durch die aufgestellte Faltwand ist fast jeder zunächst stehen geblieben und hat interessant die Probanden und Filmausschnitte betrachtet.

Bild: Silveira Neto / flickr

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